take me home Aufnahme
die KVD
aktuelle Veranstaltungen der KVD
die Geschichte der KVD
die Räume der KVD
die Künstler
<- zurück
 
 
Evelyn Levtchenko und Gertrude Oehm-Rudert
 
7. bis 24.07.2005
Vernissage 06.07.2005
 
Evelyn Levtchenko - "Assoziationen"
 
Bei ihrer letztjährigen Debútausstellung präsentierte Evelyn Levtchenko im Erzählstil zwei Bildgeschichten über die Kunst, loszulassen und nur Statist zu sein.
 
Ganz anderen Gedanken wendet sie sich in ihrer neuen Ausstellung "Assoziationen" zu. Sie verknüpft Gesehenes und Erdachtes in ihren Fotomontagen und Arrangements und lässt dabei Witziges, Hintergründiges oder Nachdenkliches entstehen.
 
Dazu jongliert sie mit Bildteilen, die allesamt aus dem eigenen Archiv stammen, setzt – wo nötig – kräftige Farbakzente und erzeugt Spannung durch die Wahl der Perspektive und durch den gezielten Einsatz von Licht und Schatten, Schärfe und Unschärfe.
 
Der Betrachter kann sich sowohl der Bildaussage der Künstlerin anschließen als auch ganz anders assoziieren, die Gedanken sind frei ...
 
Mit einer Pastellkreide-Zeichnung, Bestandteil ihrer Installation "vorübergehend vernachlässigt", wirft Evelyn Levtchenko einen halb schuldbewussten, halb amüsierten Seitenblick auf ihre zurzeit verwaiste Beziehung.
 
 
Gertrude Oehm-Rudert - "Querschnitt" von 1970-2005
 
Inhaltlich bin ich ausschließlich am Menschen interessiert – sowohl in der Plastik als auch in der Zeichnung. Die Physiognomie menschlicher Aussage ist ein nie enden wollendes Thema für mich. Reiches Angebot fand ich in einer Schmerzklinik. Portraits werden in Ton modelliert und in Bronze gegossen.
 
Ein bewegendes Thema für mich ist auch der weibliche Akt in seiner unendlichen Vielfalt. "Selbst" eine Frau, weiß ich doch um weibliche Inhalte wie auch um die äußere Form bestens Bescheid. Die "große" weibliche Masse kommt mir inhaltlich sehr entgegen. Ich wage es, sie in ihrer vollen erotischen Nacktheit und animalischen Weiblichkeit zu zeigen; man traut ihr auch mehr Mütterlichkeit (optisch natürlich) zu. Sie hat zwangsläufig mehr Ruhe im Leib. Innerer und äußerer Reichtum der großen, weichen, warmen Mama – "Berg der Zuversicht" – ist Fundament fürs Leben.
 
Ein weiteres Thema ist für mich die Form "an sich", im harmonischen Miteinander schwebend. Ich bin immer wieder erstaunt darüber, was sich zeigt, wenn ich nur die Stimmung und die Hand zulasse, also keinen Plan habe, keine Überlegung; wenn ich mich vom Inhalt der Form entferne und behaglich und befriedlich in meinem Formenspiel verliere.
 
In Dachau gibt es an öffentlichen Plätzen und Straßen fünf lebensgroße Plastiken von mir.
 
"Wer weiß denn schon, was er erfuhr
und angesammelt in den Welten
Noch nicht mal selbst kann ich es sagen
Es bleibt mir nur ein ständig Wagen
in der Unendlich der Natur"
 
SZ vom 2.7.2005
SZ vom 7.7.2005
SZ vom 19.7.2005
<- zurück