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7 | Veronika Veit

Bunker
Veronika Veit

„Es gibt kein richtiges Leben im falschen“
– mit dieser Sentenz von Theodor Adorno klingt die Intention des Projekts von Veronika Veit an, die am Unteren Markt in Dachau den Eingang zu einem Bunker platziert. Durch das Fenster des Bunkers blickt man auf eine von der Außenwelt isoliert lebende Familie. Sie hat sich abgesichert, Nahrungsmittel gehortet und versucht möglichst unabhängig zu leben. Nur durch ein streng reglementiertes Verhalten und äußerste Hygiene scheint es möglich, im Alltag die Kontrolle zu behalten.
Die Szenerie spiegelt den Wunsch nach Autonomie und Selbstbestimmung und zeigt gleichzeitig die Problematik sozialer Isolation auf. In einer Zeit, in der es zunehmend um Individualisierung und Selbstoptimierung statt um Gemeinschaft geht, möchte Veronika Veit mit ihrer Multimediainstallation stören, aufrütteln und provozieren. Im Bunker thematisiert die Tendenz zu Abgrenzung und Abschottung, den Versuch völlig autonom zu existieren und den absurden Gedanken, dass jeder für sein Schicksal ganz allein verantwortlich ist.

 

Vita

Veronika Veit studierte an der Akademie der Bildenden Künste, München und erhielt zahlreiche Preise und Stipendien, wie 2017 den Preis: Kunst im öffentlichen Raum Projekt der Stadt München, 2016 den Förderpreis für Bildende Kunst der Stadt München, 2006 den Bayerischer Staatsförderpreis für Bildende Kunst, 2004 das Arbeitsstipendium des Kunsfonds e.V., Bonn.

Website:www.veronika-veit.com